Die Methode dahinter

Sketchnoting
Methodik

Warum Strichmännchen reichen, wie visuelle Strukturen Denken unterstützen und was das mit Ihrer Arbeit zu tun hat.

Sketchnoting ist kein Zeichnen.

Es ist eine Denkmethode, die zufällig mit einem Stift arbeitet.

Der Begriff "Sketchnoting" wurde von Mike Rohde geprägt, einem amerikanischen Designer, der feststellte, dass handgefertigte visuelle Notizen Informationen besser behalten lassen als rein textuelle. Aber das Seminar geht über Notizentechnik hinaus.

Was hier gelehrt wird, ist eine Methode, mit der Projektverantwortliche Gedanken strukturieren, bevor sie sie kommunizieren. Und sie dann so kommunizieren, dass andere sie verstehen, erinnern und darauf aufbauen können.

Der Stift ist das Werkzeug. Klarheit ist das Ziel.

Detaillierte Sketchnote-Projektübersicht mit Symbolen, Verbindungslinien und handgeschriebenen Schlüsselbegriffen

Visuelle Grundprinzipien

Fünf Prinzipien, die erklären, warum einfache Zeichnungen komplexe Ideen transportieren können.

1

Räumliche Anordnung schafft Bedeutung

Was links steht, kommt vor was rechts steht. Was oben ist, hat mehr Gewicht als was unten ist. Räumliche Beziehungen sind universell verständlich, ohne Erklärung.

2

Verbindungen sind Argumente

Ein Pfeil zwischen zwei Elementen sagt mehr als ein Satz über ihre Beziehung. Visuelle Verbindungen machen Kausalität sichtbar, die in Text versteckt bleibt.

3

Größe signalisiert Wichtigkeit

Was größer gezeichnet ist, ist wichtiger. Das weiß jeder, ohne es gelernt zu haben. Größe als Hierarchiemittel funktioniert instinktiv.

4

Unvollständigkeit lädt ein

Eine unfertige Skizze signalisiert: hier ist noch Platz. Das lädt andere ein, beizutragen. Perfektion schließt Beteiligung aus.

5

Symbole übertragen Konzepte

Ein Haus bedeutet Zuhause, Sicherheit, Basis. Eine Glühbirne bedeutet Idee. Diese Symbole brauchen keine Legende. Sie funktionieren kulturübergreifend.

Was Sie brauchen

Nicht viel. Wirklich nicht viel.

Ein Stift. Ein Blatt Papier. Die Bereitschaft, etwas aufzuzeichnen, das nicht perfekt ist. Das ist alles.

Im Seminar werden verschiedene Stifttypen ausprobiert. Fineliners für Details, Marker für Flächen, Bleistift für das Vorskizzieren. Am Ende hat jeder Teilnehmer ein Gefühl dafür, mit welchem Werkzeug er am liebsten arbeitet.

Digitale Alternativen werden ebenfalls besprochen. Aber der Einstieg ist immer analog. Weil analog langsamer ist. Und langsamer ist manchmal besser.

Fineliner 0.4 mm
Marker für Flächen
A4 und A3 Papier
Flipchart für Gruppen
Nahaufnahme von Sketchnoting-Werkzeugen: Fineliner, Marker in verschiedenen Farben und weißes Papier auf dunklem Holztisch

Häufige Fragen zur Methode

Nein. Das ist keine Bescheidenheitsfloskel. Sketchnoting arbeitet mit Grundformen: Kreisen, Rechtecken, Pfeilen, Linien. Wer diese zeichnen kann, hat alles, was er braucht. Strichmännchen sind ausdrücklich willkommen, weil sie universell verständlich sind.

Ein Tag reicht für den Einstieg. Nicht für Perfektion, aber für die ersten echten Anwendungen. Die meisten Teilnehmer berichten, dass sie die Methode in der Woche nach dem Seminar zum ersten Mal in einem echten Meeting einsetzen.

Im Gegenteil. Visuelles Denken ist besonders nützlich in Bereichen, die als nicht-kreativ gelten: Projektmanagement, Finanzplanung, IT-Architektur, Strategieentwicklung. Überall dort, wo Komplexität kommuniziert werden muss.

Ja. Das Seminar beginnt analog, weil das die Grundprinzipien am direktesten vermittelt. Digitale Werkzeuge wie Miro, Mural oder Tablet-Apps werden als Ausblick besprochen. Der Übertrag von analog zu digital ist für die meisten Teilnehmer unkompliziert.

Methode selbst erleben

Lesen erklärt die Methode. Üben verankert sie. Ein Seminartag reicht für den Einstieg.